Thursday, 28 July 2011

  • {Die Berliner Mauer muss ein Platz der Erinnerung bleiben




    Die Grenzkontrollstellen waren an sich schon ein Abenteuer. Alles war nicht eben einladend. Man entdeckte zuallererst die tristen Wachtürme aus Beton und Gitter und Mauern mit Stachel-Draht. Es war ungemein viel Militär auf dem Bereich und demgemäß war die Laune. Die Grenz-Abfertigung war eine lange Prozedere. Man hatte den Eindruck, so verschiedene Maßnahmen waren eher Böswilligkeiten. Jedweder musste den Reisepass an dem 1. Checkpoint aus der Hand geben und sodann ausharren. Am 2. Kontrollpunkt bekam man den Pass dann wieder.

    Berliner Mauer
    Um die vollkommene Kontrolle zu besitzen, sollen die DDR-Grenzsoldaten die Autos sogar mit radioaktiven Strahlen inspiziert haben. Auf der Transit-Schnellstraße in der Sowjetzone gab es ein Tempolimit von einhundert Stundenkilometer. Da musste man aufpassen, auf keinen Fall geblitzt zu werden. Endlich kam man zur Grenze Deutsche Demokratische Republik West-Berlin. Es konnte es im Übrigen einfach mal vorfallen, dass man rausgewunken wurde und das komplette Pkw gefilzt worden ist.


    Falls man anschließend schlussendlich in West Berlin war, ging man so schnell wie möglich zur Berliner Mauer. Die Mauer selbst war ja von der westlichen Seite nicht so sehr spannend. Aber an einigen Orten in der Stadt waren hohe Plattformen aufgebaut.




    Berliner Mauer
    Da ging man rauf und konnte über die Berliner Mauer blicken. Man sah den Todesstreifen, die Soldaten und die freien Flächen, die nächtens hell beleuchtet waren . Tatsächlich konnte sich die DDR derart teuren Sicherungen gar nicht leisten. In jedem Fall war die Maßnahme ein hoher Posten. Der Übergang der Grenze nach den östlichen Teil Berlins war immer ein besonderes Erleben. Entweder man begab sich dann mit der S-Bahn über den Bahnhof Friedrichstr oder mit dem Personenkraftwagen über Neukölln oder Britz in den Ostteil. Bei den Grenzübergängen waren stundenlange Wartezeiten nichts Besonderes. Die 25DM für den erzwungenen Umtausch musste man ebenfalls noch entrichten.



    Mit dem umgetauschten Zahlungsmittel konnte man andererseits kaum etwas machen, da es kaum etwas käuflich zu erwerben gab, was interessant für uns gewesen wäre. Man musste das Geld aber ausgeben. Es war strengstens untersagt, DDR-Mark wiederum auszuführen. Da kam es zu der grotesken Gegebenheit, dass das Ostgeld vor der Ausreise aus Ost-Berlin wie Müll weggeschmissen wurde. Der eine oder der andere Bürger aus Ost-Berlin lungerte in der Nähe der Grenzkontrollen rum und angelte oft Geld aus den Mülleimern. In der Nähe der Grenzübergänge lungerten andauernd Menschen aus Ost Berlin umher, die Nicht-Berliner befragten, ob sie Westmark schwarz eintauschen wollen. Das war aber nicht ratsam, da strikt verboten.




    Führung Berliner Mauer
    In meiner kindlichen Gutgläubigkeit habe ich mich früher gefragt, warum die Bewohner von OstBerlin sich nicht dagegen wehrten, eingesperrt zu sein. Andererseits, was konnten sie machen? Die Sowjetzone war ein Staat, der auf Einschüchterung und Macht aufgebaut war. Etwaige Abweichungen von der offiziellen Linie wurden barbarisch unterdrückt. Das größte Verbrechen neben dem Bau der Berliner Mauer war der Schießbefehl. Der normale Bürger aus dem Ostteil durfte in keiner Weise derart einfach auswandern. Wenn man einen entsprechenden Antrag abgegeben hatte, wurde man jahrelang drangsaliert. Die Flucht in das West - Ausland wurde Flucht aus der Republik geheißen. Eine Flucht war lebensbedrohlich.



    Führung Berliner Mauer
    Nach dem Untergang der Berliner Mauer war man bemüht, so fix wie es geht, den Schandfleck wegzuschaffen.

Tuesday, 26 July 2011

gerdadelling346

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